Hämorrhoiden Behandlung

Hämorrhoidalleiden zählen heute zu den häufigsten Zivilisationskrankheiten. An ihrer Entstehung sind drei zentrale Ursachen beteiligt. An erster Stelle steht hierbei eine Bindegewebsschwäche. Diese kann angeboren oder altersbedingt sein. Das gefäßreiche Bindegewebspolster verliert nach und nach seine Elastizität und Stabilität, es vergrößert sich und die Gefäße können „aussacken“.

Die Beckenbodenbelastung spielt ebenfalls eine große Rolle bei der Entstehung von Hämorrhoiden. Durch ungünstige Druck- und Durchblutungsverhältnisse im Beckenbereich wird das Bindegewebe chronisch überbelastet und damit überdehnt. Das ist beispielsweise bei Übergewicht, Schwangerschaft oder mangelnder Bewegung der Fall.

An dritter Stelle steht häufiges Pressen, in erster Linie wegen Verstopfung. Dadurch wird der Druck auf die Gefäße verstärkt, welche sich somit auf Dauer erweitern. Die Krankheit verläuft in vier Stadien, nach denen sich eine gezielte Behandlung durchführen lässt. Insbesondere starker Juckreiz, Brennen und leichte Blutungen sind typische Symptome bei der Entstehung eines Hämorrhoidalleidens.

Hämorrhoiden Stadium 1

Das Bindegewebe vergrößert sich und es kommt zur Bildung von knotenförmigen und krampfaderartigen Erweiterung der Venen und Arterien. Die Hämorrhoiden wölben sich nur gering in den Analkanal vor und sind weder tast- noch sichtbar. Nur gelegentliche, kleine, hellrote Blutungen fallen beim Abwischen mit Toilettenpapier auf, weil die feinen Arterien der Hämorrhoiden beim Stuhlgang einreißen.

Stadium 2

Die Hämorrhoidalknoten vergrößern sich. Die typischen Beschwerden, wie Juckreiz, Brennen und Blutungen verschlimmern sich und treten nun häufiger auf. Nässende Ekzeme im Afterbereich und Probleme bei der vollständigen Darmentleerung gehen mit Schmerzen einher. Beim Stuhlgang werden die Hämorrhoiden nach außen gedrückt, können sich aber spontan wieder zurückziehen.

Stadium 3

Schon bei geringer körperlicher Belastung treten die Hämorrhoidalknoten hervor und sind äußerlich tastbar. Sie können noch zurückgedrückt werden, ziehen sich aber nicht mehr spontan und selbständig zurück. Die Hämorrhoiden werden immer größer und es treten zusätzlich Entzündungserscheinungen auf. Die typischen Symptome werden jetzt von massiven Schmerzen, Nässen und Schleimabgang begleitet.

Stadium 4

Die Schmerzintensität steigt weiter, wobei die Beschwerden denen von Stadium 3 gleichen. Hinzu kommt, dass die Schließfunktion des Afters stark beeinträchtigt wird und der Stuhl oft nicht mehr gehalten werden kann. Medizinisch gesehen, spricht man jetzt von einem Analprolaps. Die Hämorrhoiden liegen dauernd außerhalb des Analkanals und können auch nicht mehr zurückgeschoben werden.

Hämorrhoiden Behandlung

Es ist wichtig, rechtzeitig einen Arzt aufzusuchen, auch wenn das zunächst für viele Betroffene peinlich und unangenehm ist. Das Stadium der Erkrankung, kann nur er erkennen und entsprechende Behandlungsmethoden einleiten. Die meisten Patienten gehen zunächst in die Apotheke, um sich dort ganz „diskret“ ein hilfreiches Mittelchen zu besorgen. Doch hier ist Vorsicht geboten, denn es gibt Probleme in der Analzone, die zwar ähnliche Beschwerden wie Hämorrhoiden verursachen, jedoch ganz anders behandelt werden müssen. Auch Zäpfchen und Salben können die Symptome lindern, aber nichts an der Ursache der Beschwerden ändern. Bei der Behandlung in Stadium 1 bis 2 werden meist Salben mit verschiedenen Wirkprinzipien eingesetzt. Hamamelishaltige Arzneimittel haben sich besonders gut bewährt, da sie erste Symptome, wie Juckreiz und Brennen lindern.

Um ernsthafte Erkrankungen auszuschließen, sollte ein Enddarmspezialist oder proktologisch ausgebildeter Hautarzt den Patienten gründlich untersuchen.

Vergrößerte Hämorrhoiden, im Stadium 3 verkleinert der Arzt durch ambulante Maßnahmen wie Abbinden oder Veröden. Ist die Krankheit jedoch schon fortgeschritten,im Stadium 4 wird eine Operation nötig.

Hämoriden Vorbeugung

Jeder kann Hämorrhoiden erfolgreich vorbeugen, indem er auf gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung und Hygiene achtet. Ausgewogene, ballaststoffreiche und fettarme Ernährung bewirkt wahre Verdauungswunder. Auch die Trinkmenge von ca. 2-3 Liter am Tag spielt eine große Rolle, denn sie wirkt Verhärtungen des Stuhls entgegen. Durch regelmäßige Bewegung wird die Peristaltik des Darms angeregt, was wiederum die Verdauung fördert und beschleunigt. Bei der Hygiene ist besonders auf sorgfältige Trocknung zu achten, da Feuchtigkeit ein Nährboden für Entzündungen ist. Die Unterwäsche sollte zu 100 Prozent aus Baumwolle bestehen.

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